Erinnerung an Unbekannte

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Erinnerung an Unbekannte

Gedenkraum für 298 Bielefelder Corona-Tote

2021

Zeichnung auf 298 Rückseiten alter SW-Fotografien, 300 Papier-Fotorähmchen, Garn, Stahl

variable Maße

Erinnerung an Unbekannte – Gedenkraum für 298 Bielefelder Corona-Tote ist der Versuch, an die namenlosen mit Covid19 verstorbenen Bielefelder*innen zu erinnern. Es ist eine Reaktion auf die täglichen Nachrichten mit der Veröffentlichung der aktuellen Zahlen der Gestorbenen. Die Toten bleiben anonym. Die Zahlen sagen nichts aus über ihr Leben und nichts über ihr Sterben, abgetrennt vom Gemeinwesen in den Sicherheitszonen der Intensivstationen. Die Installation sucht danach, wie diese Unbekannten ins Bewusstsein ihrer Mitbürger*innen zurückgeholt werden könnte, wie man um sie trauern und sich ihrer erinnern kann. 

Dazu wurden innere Bilder der Unbekannten mit geschlossenen Augen auf die Rückseite von alten Schwarz-Weiß-Fotos gezeichnet. So sind nahezu 300 kleinformatige imaginierte Portraits entstanden; Gesichter zwischen Anwesenheit und Abwesenheit.

Hinzu kommt eine kreisförmige, filigrane Säule aus hunderten ausgeschnittenen Fotorähmchen. Die eigentlichen Fotos sind verschwunden, nur noch die leere Rahmen fragen, was oder wer hier war. Die Installation gemahnt an die Gegangenen und ruft auf, sie nicht ohne ein Gedenken entschwinden zu lassen.

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Detail 4
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Detail 5
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Außenansicht
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